Auch dieses Jahr findet wieder im Rahmen des International Astronautical Congress (IAC) in Neapel die I.A.F. Studentenkonferenz statt, auf welcher sich Studenten in einem internationalen Wettbewerb vor einer Fachjury messen. Die deutschen Teilnehmer an der I.A.F Studentenkonferenz werden wieder durch einen nationalen Wettbewerb von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) ausgewählt und den Gewinnern wird die Teilnahme am I.A.F Kongress durch Unterstützung des DLR ermöglicht. Vom Internationalen Förderkreises Raumfahrt (IFR) werden die Gold- und Silber-Medaille gesponsert. Wie berichtet, können die deutschen Teilnehmer regelmäßig Erfolge bei diesem Wettbewerb vorweisen. Dies zeigt den hohen Standard bezüglich der Qualität bei der Auswahl der Deutschen Teilnehmer. Gleichzeitig ist dies eine ausgezeichnete Gelegenheit auf die eigenen Fähigkeiten aufmerksam machen zu können. Interessenten können sich gerne bei der DGLR melden.
Auch dieses Jahr findet wieder im Rahmen des International Astronautical Congress (IAC) in Neapel die I.A.F. Studentenkonferenz statt, auf welcher sich Studenten in einem internationalen Wettbewerb vor einer Fachjury messen. Die deutschen Teilnehmer an der I.A.F Studentenkonferenz werden wieder durch einen nationalen Wettbewerb von der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) ausgewählt und den Gewinnern wird die Teilnahme am I.A.F Kongress durch Unterstützung des DLR ermöglicht. Vom Internationalen Förderkreises Raumfahrt (IFR) werden die Gold- und Silber-Medaille gesponsert. Wie berichtet, können die deutschen Teilnehmer regelmäßig Erfolge bei diesem Wettbewerb vorweisen. Dies zeigt den hohen Standard bezüglich der Qualität bei der Auswahl der Deutschen Teilnehmer. Gleichzeitig ist dies eine ausgezeichnete Gelegenheit auf die eigenen Fähigkeiten aufmerksam machen zu können. Interessenten können sich gerne bei der DGLR melden.
Im der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird nun allerdings berichtet, dass diese Ergebnisse und damit auch die Schlussfolgerungen zweifelhaft sind. Kevin Zahnle vom Ames Research Center der NASA hat die Ergebnisse genauer angeschaut. Die gemessenen Konzentrationen von nur 70 Teilchen pro Milliarde sind hart an der Genauigkeitsgrenze des Spekrometers von „Mars Express“; die Linien im Spektrum können nicht präzise Wellenlängen zugeordnet werden. Auch bei der Auswertung der Daten aus Hawaii wurden möglicherweise Fehler gemacht. Um die Linien des irdischen von denen des marsianischen Methans zu trennen wurden die Messungen zu Zeitpunkten vorgenommen, in denen sich der Mars schnell von der Erde entfernte oder sich ihr näherte. Zahnle vermutet, dass irrtümlich die Linien von irdischem Methan aus dem Kohlenstoffisotop C-13 für die durch den Doppler-Effekt verschobenen Methan-Linien vom Mars gehalten wurde.
Jedenfalls ist die Extrapolation von verrauschten Spektren bis hin zu Leben auf dem Mars zu gewagt. Vielleicht wird Curiosity hier Licht ins Dunkel bringen. Bleiben wir also neugierig.
Das Raumfahrtprojekt der zukünftigen Elektriker und Mechatroniker fand auch große Aufmerksamkeit durch die lokale Presse sowie durch das Hamburger Abendblatt. Die neue Schweißvorrichtung wird noch in diesem Monat in den Reinräumen der IABG mbH in Ottobrunn bei München getestet werden.
Der Kontakt zur Ausbildungswerkstatt wurde durch unser Mitglied Hubertus Schulte und Mitarbeiter des am Scharnebecker Schiffshebewerk angesiedelten Bauhofs hergestellt. Der Hobbyastronom erzählte seinem Betriebsleiter Frank Offenmüller vom ARCHIMEDES-Projekt und dieser stand der Idee eines etwas anderem Projektes für die Auszubildenden sehr offen gegenüber. Er ermöglichte es, dass die beiden Ausbilder und die Azubis nach den Vorgaben und ersten Entwürfen des Ballon-Teams die im Bild zu sehende Schweißpresse zu entwickeln und zu bauen. Durch die Presse werden genau die Drücke erreicht, um beim Impulsschweißverfahren die besten Ergebnisse zu erreichen. Zwischen den Impulsschienen fließen kurzeitig sehr hohe Ströme. Die dadurch entstehende Wärme und der Druck führen zur Verschweißung der zusammengepressten Upilexfolien.
Das Ballon-Team der MSD verspricht sich von dem Schweißverfahren eine enorme Zeitersparnis beim Ballonbau. Das bisher verwendete Klebeverfahren bei dem die Nähte mit zwei Klebebändern hergestellt werden, ist sehr aufwendig und mit vielen Arbeitsschritten verbunden. Deshalb dauerte die Herstellung eines Ballons für MIRIAM mit zwei Meter Durchmesser bis zu 3 Wochen.Ein weiterer Vorteil der Schweißnaht ist deren höhere Festigkeit im Vergleich zur Klebenaht. Dies wurde in einer studentischen Forschungsarbeit an der Universität der Bundeswehr in München nachgewiesen. Ob sich dies auch bei einem kompletten Ballon bestätigen wird, werden weitere Tests zeigen.
Wir sind der WSA Uelzen und ihrer Ausbildungswerkstatt in Scharnebeck, den Ausbildern und vorallem den Auszubildenden zu großen Dank verpflichtet und freuen uns auf die weitere Zurammenarbeit bei der Entwicklung und dem Bau der mechanischen Kameraarme für MIRIAM-2. Zu guter Letzt begrüßen wir die Ausbildungswerkstatt auch ganz herzlich als unser neuestes Mitglied.
Das House Office of Management and Budget (OMB) des Weissen Hauses in Washington, das unter anderem für Budgetentscheideungen zuständig ist, hat die Zusage der USA zu gemeinsamen NASA-ESA Programmen in den Jahren 2016 und 2018 zur Erforschung des Mars zurückgezogen. Europa will sich an diesen Projekten mit bis zu 1 Milliarde $ beteiligen. Das würde bedeuten, dass die USA sich praktisch aus allen Programmen zur Erforschung des Mars zurückziehen. Das erscheint geradezu unglaublich angesichts der Erfolgsgeschichte der USA in der Marsforschung seit 1969!
Der Präsident der Mars Society, Robert Zubrin, hat hierzu einen "Brandbrief" verfasst, der hier ungekürzt wiedergegeben ist. Man kann nur hoffen, dass dieser Beschluss noch einmal überdacht wird.
Das House Office of Management and Budget (OMB) des Weissen Hauses in Washington, das unter anderem für Budgetentscheideungen zuständig ist, hat die Zusage der USA zu gemeinsamen NASA-ESA Programmen in den Jahren 2016 und 2018 zur Erforschung des Mars zurückgezogen. Europa will sich an diesen Projekten mit bis zu 1 Milliarde $ beteiligen. Das würde bedeuten, dass die USA sich praktisch aus allen Programmen zur Erforschung des Mars zurückziehen. Das erscheint geradezu unglaublich angesichts der Erfolgsgeschichte der USA in der Marsforschung seit 1969!
Der Präsident der Mars Society, Robert Zubrin, hat hierzu einen "Brandbrief" verfasst, der hier ungekürzt wiedergegeben ist. Man kann nur hoffen, dass dieser Beschluss noch einmal überdacht wird.
Mars Society Announcement
Save the Mars Missions
By Dr. Robert Zubrin, SpaceNews, 12.21.11
The White House Office of Management and Budget (OMB) has withdrawn a U.S. commitment to joint Mars missions with the Europeans in 2016 and 2018. This poses a grave crisis for all of us hoping for a human future in space.
NASA’s Mars exploration program has been brilliantly successful because, since 1994, it has been approached as a campaign, with probes launched every biennial opportunity, alternating between orbiters and landers. As a result, combined operations have been possible, with orbiters providing communication links and reconnaissance guidance for surface rovers, which in turn can conduct ground-truth investigations of orbital observations. Thus, the great treks of the rovers Spirit and Opportunity, launched in 2003, were supported from above by Mars Global Surveyor (MGS, launched in1996), Mars Odyssey (launched in 2001) and Mars Reconnaissance Orbiter (MRO, launched in 2005). But after serving 10 years on orbit, MGS is now lost, and if we wait until the 2020s to resume Mars exploration, the rest of the orbiters will be gone as well. Moreover, so will be the experienced teams that created them. Effectively, the whole program will be completely wrecked, and we will have to start again from scratch.
Furthermore, if the OMB cuts are allowed to prevail, we will not only destroy America’s Mars exploration program, but derail that of our European allies as well. The 2016 and 2018 missions have been planned as a NASA/European Space Agency joint project, with the Europeans contributing over $1 billion to the effort. But if America betrays its commitment, the European supporters of Mars explorations will be left high and dry, and both the missions, and the partnership, will be lost.
America’s human spaceflight program
is completely adrift. Unless it is reorganized as a mission-driven directorate
committed to efficiently achieving important objectives within a meaningful
timeframe, it may well prove to be indefensible in the face of the oncoming
fiscal tsunami. But the Mars program is defensible. It has real and rational
objectives, reasonable costs and a terrific track
record of success. It can and must be saved.
There is no justification for the proposed cuts. The U.S. government may be going broke, but it’s not because of NASA. Since 2008, federal spending has increased 40 percent, but NASA spending has increased only 5 percent. Trillions of dollars of out-of-control entitlement spending cannot be remedied by cuts in NASA, or even in the entire discretionary budget, defense included. Rather, the financial bleeding needs to be staunched where the hole is, and nowhere else.
In any case, cost is not the issue. With the Europeans putting up their share, a matching $1 billion contribution from NASA spread over the next six years would be sufficient to fund both the 2016 and 2018 missions at a level of $1 billion each. This would require less than 1 percent of NASA’s current budget. There is no excuse for not doing this.
The Mars program would not be terminated to make funds available for future missions to other planets. In fact, there would be no money in the OMB plan to fund any of them, either.
America’s planetary exploration program is one of the great chapters in the history of science, of civilization and of our country. Its abandonment would represent nothing else than an embrace of American decline. This is unacceptable.
Mars is key to humanity’s future in space. It is the closest planet that has all the resources needed to support life and technological civilization. Its complexity uniquely demands the skills of human explorers, who will pave the way for human settlers. It is, therefore, the proper goal for NASA’s human spaceflight program, and the proper priority for its robotic scouts. The human spaceflight program may be in disarray, but the scouts have been making progress, and are set to make more, if only we continue with them.
If we allow the OMB to shut down the Mars exploration effort, NASA will lose its most effective endeavor, one of the few that delivers the goods that justify the entire space program as a national enterprise; the nation will lose one of its crown jewels; the scientists will lose their chance to find life beyond Earth; and humanity will lose the one significant effort that is making real and visible progress toward opening the frontier on another world. We can’t let that happen.
Here is where we need to make a stand. There is no excuse for wrecking the Mars program. The nation can afford it, and walking away from it is walking away from success, from our allies, from science, from greatness, from the pioneer spirit, and from our future. Everyone needs to mobilize now to save the 2016 and 2018 Mars missions.
This is a fight we can and must win. It’s time to speak up.
Robert Zubrin is president of Pioneer Astronautics and of the Mars Society (www.marssociety.org). An updated edition of his book “The Case for Mars: The Plan to Settle the Red Planet and Why We Must” was recently published by The Free Press.Der am 26. November 2011 mit einer Atlas V Rakete von Cape Canaveral gestartete Marsrover ist laut NASA etwa so groß ist wie ein kleiner SUV und soll im August auf unserem äußeren Nachbarplaneten mit dem neuen Skycranekonzept landen.
Das 900 kg schwere Marsauto hat unter zehn wissenschaftlichen Instrumenten auch das Radiation Assessment Center (RAD) mit an Bord. Das RAD ist ein Messgerät, welches von der Sonne, von Supernovas oder von anderen Quellen ausgehende hochenenergetische Atome und subatomare Teilchen registrieren kann. Das RAD soll nicht nur die an der Marsoberfläche ankommende Strahung messen, sondern wurde jetzt eingeschaltet, um während der Reise zum Mars, die im Weltraum vorkommende Strahlung und deren Auswirkungen auf das Raumfahrzeug zu untersuchen. Das Augenmerk liegt laut dem leitenden Wissenschaftler des Instruments Don Hassler auf der Untersuchung der Wechselwirkung der Teilchen mit der Struktur des Raumfahrzeugs. Da sich das Instrument sehr tief in dem Raumfahrzeug befindet, wird man die aus der Struktur herausgeschlagene Sekundärstrahlung messen können. Diese Strahlung könnte später einmal für die Marsastronauten gefährlicher werden als die dort ankommende Primärstrahlung.
Frühere Strahlungsmessungen im Weltraum fanden nahe an der Oberfläche des Fahrzeuges statt und maßen quasi nur die Primärstrahlung aus den genannten Quellen. Das RAD ist jedoch im Inneren des Rovers durch andere Bauteile und durch das Hitzeschutzschild für den Wiedereintritt vor der direkten Strahlung abgeschirmt.
Mit dem Start der Messungen von RAD beginnt eine spannende wissenschafliche Mission, die Aufschluss darüber geben soll, ob auf dem Mars einmal Leben möglich war oder vielleicht sogar noch existiert. Laut dem Direktor der Mission Doug McCuistion werden seine Erkenntnisse alle zukünftigen bemannten und robotischen Missionen zum Mars beeinflussen.
Bleiben wir Neugierig.
Die deutsche Raumfahrtagentur DLR berichtet auf ihrer Website über einen im März 2013 geplanten Test eines neuartigen Flugkörpers, SCRAMSPACE benannt, der in großer Höhe mit bis zu 15-facher Schallgeschwindigkeit fliegen soll. Ein auf diesem Prinzip aufbauender Raumtransporter könnte Nutzlasten mit geringerem Treibstoffbedarf aus der Erdatmosphäre heraus befördern, als das mit Raketen alleine der Fall wäre.
Die deutsche Raumfahrtagentur DLR berichtet auf ihrer Website über einen im März 2013 geplanten Test eines neuartigen Flugkörpers, SCRAMSPACE benannt, der in großer Höhe mit bis zu 15-facher Schallgeschwindigkeit fliegen soll. Ein auf diesem Prinzip aufbauender Raumtransporter könnte Nutzlasten mit geringerem Treibstoffbedarf aus der Erdatmosphäre heraus befördern, als das mit Raketen alleine der Fall wäre.
Ein erstes im freien Flug getestetes Versuchsfahrzeug wird zurzeit in Australien entwickelt und soll im März 2013 mithilfe einer Höhenforschungsrakete der DLR-MORABA* in eine Höhe von 340 km befördert werden. Anschließend soll das Scramjet Prinzip des Flugkörpers bei Mach 8 erprobt werden. Dabei kommen neuentwickelte hochtemperaturfeste Materialien und Steuerungstechniken zum Einsatz. In dem multinationalen Programm steuert die DLR auch ihre Erfahrungen und Testanlagen im Hyperschallbereich bei.
*Die DLR-MORABA unterstützt auch das MIRIAM-2 Programm der MSD, mit einem geplanten Start auf einer MAPHEUS Rakete im Oktober 2014 in Kiruna in Nordschweden ().
SCRAMSPACE basiert auf den Scramjet Prinzip (http://en.wikipedia.org/wiki/Scramjet). Dabei handelt es sich um ein Strahltriebwerk, bei dem der erforderliche Staudruck alleine durch den aerodynamischen Stau bei sehr großer Geschwindigkeit in mehr als 30 km Höhe erreicht wird. Die Treibstoff- und damit Gewichtsersparnis liegt in der Verwendung des in der Atmosphäre enthaltenen Sauerstoffs zum Antrieb, der also nicht bis in diese Höhe transportiert werden muss wie bei einer Rakete.
Ein mit einem Scramjet ausgerüsteter Raumtransporter muss also erst einmal bis auf eine Geschwindigkeit beschleunigt werden, bei der der erforderliche Staudruck entsteht.
Das Prinzip des Scramjet ist nicht neu und wird seit den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts untersucht. Ein Beispiel eines mit einem Scramjet Antrieb ausgerüsteten Fluggeräts, das die Realisierungsphase erreicht hat, ist die X-43A der NASA, die im November 2004 für 10 sec Mach 9,8 erreichte. Das Nachfolgemodell X-51 erreichte im Mai 2010 Mach 5 für 200 sec, weitere Tests sind geplant. Auch die erste Stufe des zweistufigen voll wieder verwendbaren Raumtransporters Sänger II, der zwischen 1985 und 1995 in Deutschland untersucht wurde, beruhte auf dem Scramjet Prinzip. Die zweite Stufe sollte auf dem Raumgleiter HERMES basieren. Sänger II hätte bei einem Startgewicht von 366 t etwa 1/3 der Startkapazität des Shuttle erreicht. Die volle Wiederverwendbarkeit von Sänger II würde zu einer wesentlichen Reduzierung der Startkosten führen, verglichen mit dem Shuttle, und hätte nach damaligen Berechnungen bei einer Startfolge von mehr als etwas 10 Flügen pro Jahr zu niedrigeren Transportkosten geführt als konventionelle Raketen.
Wesentliche Herausforderungen bei der Entwicklung eines auf dem Srcamjet Prinzip basierenden Raumtransporters sind hochtemperaturfeste Materialien und die Steuerbarkeit bei Geschwindigkeiten bis Mach 15 und darüber. Andererseits sieht ein solches Triebwerk relativ „simpel“ aus, hat wenige bis keine beweglichen Teile und könnte damit kostengünstig und zuverlässig sein.Der Start der Russischen Mars-Mission Phobos-Grunt fand zunächst planmäßig am 8.November um 21.16 MEZ vom Kosmodrom im kasachischen Baikonur statt. Die ukrainische Trägerrakete vom Typ Zenit-2SB brachte die Raumsonde zunächst in eine Höhe zwischen 208 und 356 km auf eine Parkbahn um die Erde (ISS zum Vergleich: Höhe ca. 380km). Der hiernach geplante automatische Start der beiden Marschtriebwerke zum Übergang der Sonde auf eine hyperbolische interplanetare Bahn erfolgte jedoch nicht. Über die genauen Gründe gibt es noch keine belastbaren Informationen.
Der niedrige Orbit und die begrenzte Kapazität der Batterien der Bordstromversorgung begrenzen die zur Rettung der Mission verfügbare Zeit auf maximal zwei Wochen. Im Wettlauf mit der Uhr bitten die Russischen Wissenschaftler daher um internationale Hilfe, siehe z.B. die Phobos-Grunt Missionsseite des Russischen Weltraumforschungsinstituts (IKI) in Moskau.Der Start der Russischen Mars-Mission Phobos-Grunt fand zunächst planmäßig am 8.November um 21.16 MEZ vom Kosmodrom im kasachischen Baikonur statt. Die ukrainische Trägerrakete vom Typ Zenit-2SB brachte die Raumsonde zunächst in eine Höhe zwischen 208 und 356 km auf eine Parkbahn um die Erde (ISS zum Vergleich: Höhe ca. 380km). Der hiernach geplante automatische Start der beiden Marschtriebwerke zum Übergang der Sonde auf eine hyperbolische interplanetare Bahn erfolgte jedoch nicht. Über die genauen Gründe gibt es noch keine belastbaren Informationen.
Der niedrige Orbit und die begrenzte Kapazität der Batterien der Bordstromversorgung begrenzen die zur Rettung der Mission verfügbare Zeit auf maximal zwei Wochen. Im Wettlauf mit der Uhr bitten die Russischen Wissenschaftler daher um internationale Hilfe, siehe z.B. die Phobos-Grunt Missionsseite des Russischen Weltraumforschungsinstituts (IKI) in Moskau.Ted Molczan (Toronto) berichtet, dass über Radarbeobachtungen gegenwärtig zwei Objekte im aktuellen Park-Orbit detektiert wurden. Es sollte sich dabei um die Sonde und die letzte Boosterstufe handeln.
NachAngaben von Roskosmos könnte die Nichtzündung der Triebwerke auf eine Fehlfunktion des Orientierungssystems der Sonde zurückzuführen sein, welches zur Bestimmung der Zündzeitpunkte die Sondenpositionen relativ zu ausgewählten Hauptsternen auswertet. Für die Behebung dieses Fehlers haben die Ingenieure nur ca. 3 Tage Zeit, für ein Reset des Bordcomputers und ggf. zum Einspielen neuer Software. Danach würde die Batteriekapazität für diese Operationen wohl nicht mehr ausreichen, mutmaßt der Chef von Roskosmos Vladimir Popovkin. NASA-Veteran und heutiger Space-Consultant James Oberg hat die Hoffnung, dass die Sonde auch innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen noch unter Kontrolle zu bringen ist, beispielsweise auch durch Notfallkommandos für die Triebwerkssteuerung. Ob dann jedoch noch ein Missionserfolg gewährleistet werden kann, ist unklar, da die Bahnebene der Sonde um die Erde langsam aus der optimalen Ausrichtung zum Mars herausdriftet, bedingt durch die Relativbewegung der Planeten zueinander.Die aktuellen Bemühungen werden durch die Begrenztheit des den Russen zur Verfügung stehenden Earth-to-Space Kommunikationsnetzwerks jedoch zweifellos erschwert.
Wenn es nicht gelingt, die Sonde unter Kontrolle zu bringen, wäre ein dann möglicherweise unkontrollierter Rücksturz zur Erde unausweichlich.
Mit 13t zählt Phobos-Grunt zu den größten jemals gebauten interplanetaren Sonden (Cassini-Huygens: 6t) Eine entsprechende Menge an Treibstoff ist also erforderlich. Diese relativ zu früheren Abstürzen dann größere Menge an giftigem Treibstoff wird vielfach als problematisch beschrieben. Die vor dem finalen Eintritt wahrscheinlich inzwischen gefrorenen Treibstoffe würden dann aber schon in der oberen Atmosphäre freigesetzt und entsprechend stark verdünnt sein.
Wie Roskosmos mitteilt, befinden sich an Bord der Sonde auch einige Gramm radioaktives Kobalt 57. Dieses Isotop hat jedoch nur eine Halbwertszeit von etwa 270 Tagen. Es zerfällt damit relativschnell in das ungefährliche Isotop Eisen 57 und stellt damit keine Gefahr dar. Das Kobalt 57 ist Bestandteil eines so genannten Mößbauer-Spektrometers zur Untersuchung der chemischen Zusammensetzung von Bodenproben vor Ort. Kobalt 57 ist die Strahlungsquelle dieses Spektrometers. Der radioaktive Zerfall erzeugt hochenergetische Strahlung, welche die Kerne von Eisenatomen in einer Bodenprobe anregen kann. Aus der Anregungsenergie (Lage der Energieniveaus im Eisenkern) kann dann auf die Stöchiometrie der bestrahlten Eisenverbindung geschlossen werden. Diese spektroskopische Methode ist natürlich auf der Oberfläche eines eisenreichen Himmelskörper besonders informativ. Entsprechende Spektrometer deutscher Bauart waren daher auch auf den beiden Mars-Rovern installiert. Aufgrund der kurzen Halbwertszeit der Co-Strahlenquelle nahm mit zunehmender Missionsdauer die Spektrometer-Leistungaber stark ab, was den späten Einsatz durch dann längere Akkumulationszeiten erschwerte. Auch auf Phobos wären mit dieser Vor-Ort-Analysetechnik zweifellos interessante Daten zu erwarten.
Wie die ESA inzwischen berichtet, sei ihr erster Versuch, Funkkontakt zu Phobos-Grunt aufzunehmen, gescheitert. In der Nacht zum Freitag wolle die ESA unter Einsatz ihrer Bodenstationen in Australien, in Kourou auf Französisch-Guayana und auf den Kanaren noch drei weitere Versuche unternehmen.
Anderthalb Jahre lang mussten die sechs Teilnehmer der Mars 500 Mission auf diesen Tag warten. Nach mehr als 500 Tagen der Isolation öffnete sich am gestrigen Freitag die Luke zur Außenwelt. Die Teilnehmer der simulierten Mars-Mission konnten den Container-Komplex, der in den vergangenen 520 Tagen ihr Zuhause gewesen war, verlassen.
Anderthalb Jahre lang mussten die sechs Teilnehmer der Mars 500 Mission auf diesen Tag warten. Nach mehr als 500 Tagen der Isolation öffnete sich am gestrigen Freitag die Luke zur Außenwelt. Die Teilnehmer der simulierten Mars-Mission konnten den Container-Komplex, der in den vergangenen 520 Tagen ihr Zuhause gewesen war, verlassen.
Doch der Kontakt mit der Welt draußen dauerte nicht lang. Kurz nachdem das Team die wartenden Familienangehörigen und die versammelte Presse begrüßt hatte, musste sie sich schon wieder in Quarantäne begeben. Mediziner befürchteten, dass das Immunsystem der Teilnehmer nach so langer Isolation geschwächt sein könnte.
Die Mission hatte am 3. Juni vergangenen Jahres begonnen (wir berichteten) und diente vor allem dem Zweck, die medizinischen und psychologischen Auswirkungen einer Langzeitmission zum Mars hier auf der Erde zu erforschen. Nicht alle Aspekte einer echten Mars-Mission konnten nachgestellt werden, aber man bemühte sich, das Experiment so realistisch wie möglich zu gestalten. Je weiter sich das Mars-Raumschiff in der Simulation von der Erde "entfernte", desto länger wurden die Signalwege und desto länger dauerte es, bis die Funksprüche der Mannschaft von der "Bodenstation" beantwortet wurden. Teilweise vergingen so bis zu 25 Minuten zwischen Frage und Antwort.
Der Höhepunkt der Mission war ein simulierter Ausstieg auf die Mars-Oberfläche. Im Februar betraten der Russe Alexander Smoleevskiy and Diego Urbina von der europäischen Raumfahrtagentur ESA die Marsoberfläche, bzw. eine Art Sandkasten mit simulierten Mars-Eigenschaften. Die beiden Männer trugen echte russische Raumanzüge und führten Experimente durch. Auch wenn sich alle bewusst waren, dass sie nur in einem Übungsgelände in der Nähe von Moskau trainierten, so fühlte sich der Außeneinsatz schon erstaunlich echt an.
Größere Spannungen gab es zwischen den Teilnehmern während des gesamten Versuchs offenbar nicht. Die Teilnehmer, drei Russen, ein Franzose, ein Italiener und ein Chinese harmonierten offenbar gut mit einander. So international wie die Teilnehmer des Experiments waren auch die beteiligten Forscher und Organisationen. Neben dem russischen Institut für biomedizinische Probleme IBMP und zahlreichen weitere russischen Instituten nahmen auch das deutsche DLR und die ESA an dem Versuch teil.
Demnach ist eine Nutzlastkapazität von etwa 50 t auf der Basis der bestehenden Ariane 5Konfiguration und ohne wesentliche Modifikation der Starteinrichtungen erreichbar. Bis zu 100 t Nutzlast könnten bei technischer Weiterentwicklung der ARIANE 5 Komponenten, dann aber mit stärker modifizierten Starteinrichtungen erreicht werden. Sogar 150 t Nutzlast könnten erreicht werden. A.Souchier stellte diese mögliche Evolution der Ariane 5 hin zu großen Nutzlasten während der EMC11 noch mehr im Detail dar, dabei handelte es sich aber um interne Untersuchungen der SNECMA, die nicht veröffentlicht sind.
Heute gab es gleich zwei für Europas Raumfahrt wichtige Premieren. Der erste Start einer Soyuz Rakete vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou, und die ersten beiden operationellen GALILEO Satelliten des europäischen Navigationssatelliten Systems.
Heute gab es gleich zwei für Europas Raumfahrt wichtige Premieren. Der erste Start einer Soyuz Rakete vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou, und die ersten beiden operationellen GALILEO Satelliten des europäischen Navigationssatelliten Systems.
Hier das Video vom Start. Damit besitzt Europa bereits zwei operationelle kommerzielle Trägersystem für unterschiedliche Nutzlastklassen und wird in Zukunft bestimmte Nutzlasten zu niedrigeren Kosten in den Weltraum transportieren können, als das mit Ariane 5 alleine möglich ist. Mit der Feststoffrakete VEGA wird dann demnächst eine noch kleinerer -und hoffentlich preiswerterer- Feststoffträger dazukommen. Damit können alle infrage kommenden Umlaufbahnen mit versciedenen Nutzlastkapazitäten bedient werden.
Man darf bei allem Frust über eine fehlende langfristige Politik in der bemannten Raumfahrt Europas nicht aus den Augen verlieren, wie leistungsfähig und erfolgreich Europa auf dem Feld kommerzieller und wissenschaftlicher Satelliten und Raumtransportmöglichkeiten geworden ist!
Alain Souchier, Präsident der französischen Mars Society (Association Planète Mars) , Abteilungsleiter bei dem Triebwerksentwickler SNECMA, die auch die Triebwerke für die Ariane 5 entwickelt hat und herstellt, gab einen umfassend recherchierten Überblick über die zur Zeit existierenden oder in der Planung befindlichen Schwerlastträger.
Alain Souchier, Präsident der französischen Mars Society (Association Planète Mars) , Abteilungsleiter bei dem Triebwerksentwickler SNECMA, die auch die Triebwerke für die Ariane 5 entwickelt hat und herstellt, gab einen umfassend recherchierten Überblick über die zur Zeit existierenden oder in der Planung befindlichen Schwerlastträger.
Besonders interessant ist das HLLV Chinas. Das ist zwar noch in weiterer Ferne, aber ein fester Bestandteil der langfristigen Planung Chinas für bemannte Mond- und Marsmissionen (siehe hier)