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Vergleich Erde - Mars

Ordnet man die Planeten unseres Sonnensystems nach ihrer Entfernung zur Sonne, so liegt Mars an vierter Stelle zwischen Erde und Jupiter, ungefähr 1,5 mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde.

Größenvergleich Erde Mars. Bild NASA/JPL
Größenvergleich Erde Mars. Bild NASA/JPL

Mars ist jedoch nicht nur der Nachbar der Erde, sondern er ähnelt ihr auch in vielerlei Hinsicht. So dreht sich Mars in 24h37min einmal um sich selbst. Damit ist ein Marstag kaum länger als ein Tag auf der Erde. Ein Marsjahr ist mit 1,88 Erdjahren jedoch deutlich länger als ein Jahr auf der Erde.

Da die Marsachse, wie bei der Erde, nicht genau senkrecht auf der Ebene steht in welcher der Planet die Sonne umläuft (Ekliptikebene), gibt es auch Jahreszeiten auf Mars. Da die Marsbahn aber sehr stark von der Kreisform abweicht, ist auf der Nordhalbkugel der Sommer etwas länger als der Winter. Auf der Südhalbkugel ist der Winter länger als der Sommer. Am Südpol sind die Winter auch deutlich kälter als am Nordpol.
Mars besitzt zwei Monde, Phobos und Deimos (griech.: Furcht und Schrecken), die aber wesentlich kleiner sind als der Erdmond. Aufgrund ihrer engen Umlaufbahn umkreisen sie den Mars in nur etwa 7 Stunden 39min und 30 Stunden 17min.

Mars selber hat einen Durchmesser, der nur halb so groß ist, wie der Erddurchmesser. Am Äquator sind es 6794,1 km was dem 0,533-fachen des Erdäquatordurchmessers entspricht. Seine Masse beträgt nur ein Zehntel der Erdmasse. Er hat eine Masse von 6,42 × 1020 Tonnen. Das sind 642 Trillionen Tonnen oder eine 642 mit 18 Nullen. Doch viel ist dies nicht, denn es handelt sich nur um rund ein Zehntel der Masse der Erde. Die mittlere Dichte des Marsgesteins ist um ein gutes Viertel geringer als das der Erde, mit 3,93 g/cm3 hat er nur die 0,71-fache Dichte des Erdgesteins. Durch den kleinen Durchmesser herrscht auf dem Mars aber dennoch eine Gravitationsbeschleunigung von etwa einem Drittel der Erdbeschleunigung.
Die Fluchtgeschwindigkeit vom Mars beträgt 5,02 km/s, was dem 0,448-fachen der Erde entspricht.

Der Abstand zwischen dem blauen und dem roten Planeten schwankt zwischen 55,5 und 400 Millionen Kilometern. Ein Funksignal überbrückt diese Distanz in minimal 3,1 Minuten und maximal in 22,2 Minuten.

Die Geografie des Mars ist voller Gegensätze. Über seiner Oberfläche erhebt sich der höchste Berg des Sonnensystems. Es handelt sich um den riesigen Schildvulkan Olympus Mons, der 26 Kilometer hoch ist und einen Durchmesser von 600 Kilometern hat. Der Mars beherbergt auch den größten und tiefsten Canyon im Sonnensystem. Das Valles Marineris erstreckt sich über 4000 Kilometer und ist bis zu zehn Kilometer tief. Der Grand Canyon ist mit einer Länge von 400 Kilometern, einer Breite von bis zu 30 Kilometern und einer maximalen Tiefe von 1,8 Kilometern dagegen geradezu mickrig.

Die Marsatmosphäre besteht zu 95,3 Prozent aus Kohlenstoffdioxid, zu 2,7 Prozent aus Stickstoff und zu 1,6 Prozent aus Argon. Die restlichen 0,4 Prozent bestehen aus Spurengasen wie etwa Wasserdampf. Der Luftdruck beträgt nur ein Hundertstel des irdischen. Die Oberflächentemperatur beträgt im Mittel minus 53 Grad Celsius. In der Polarnacht können es aber auch bis zu minus 130 Grad Celsius und am Äquator in Sonnennähe und am Nachmittag bis zu 30 Grad Celsius plus werden. Diese hohen Temperaturen werden aber nur durch einen starken Treibhauseffekts erzielt, da der Mars für solche Temperaturen eigentlich zu weit von der Sonne entfernt ist.

Next Generation Projekt

Colegiul National Iasi    
Die neuen Mitglieder der Mars Society Deutschland haben im Rahmen ihres Next Generation Projekts eine englischsprachige Website zu Themen wie Mars und Mars Express fertig gestellt. Das Programm ist eine Zusammenarbeit zwischen der Mars Society Deutschland und dem Colegiul National Iasi und wird vom Mars Express Flight Control Team der ESA unterstützt.

Wir danken Andrei Hodorog für die Erstellung der Internet Seiten!
 
Weltraum-Versand.de
 

Newsletter

Der Newsletter der Mars Society ist in der 21. Ausgabe erschienen. Im neuen Newsletter dreht sich diesmal alles um die MIRIAM-Testkampagne, mit der Ende vergangenen Jahres der Eintritt eines Mars-Ballons im erdnahmen Weltraum über Nord-Schweden getestet wurde. Zu dieser Mission wird es nun eine Fortsetzung geben, genannt MIRIAM 2

Weitere Themen sind das neue Schulprojekt der MSD sowie der Dritte Teil unseres Mars-Paternoster-Berichts. Dr. Georg Bechtold stellt darin eine innovative Möglichkeit vor, den Mars über eine Paternoster-Bahn zu erreichen. Zum Lesen wird der Adobe Reader benötigt.
 

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