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ARCHIMEDES: Neu entwickeltes Schweißgerät bereit für erste Tests

Scharnebecker Auszubildende beim Testen des von Ihnen gebauten Schweißgerätes  Tom-Lennart Zahel, Philipp Wolter und Jan-Niklas Salchow (v. l.) © Elke Schneefuß Hamburger Abendblatt
Scharnebecker Auszubildende beim Testen des von Ihnen gebauten Schweißgerätes Tom-Lennart Zahel, Philipp Wolter und Jan-Niklas Salchow (v. l.) © Elke Schneefuß Hamburger Abendblatt
Nicolay Kübler
21.1.2012
In Zusammenarbeit mit der Ausbildungswerkstatt des Schiffshebewerks des Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen in Scharnebeck entstand im letzten Quartal 2011 eine Vorrichtung zum Schweißen unseres Ballonmaterials. Die 13 Auszubildenden und ihre zwei Ausbilder Arne Möller und Lothar Keding haben nicht nur unsere ersten Entwürfe für das Schweißgerät um einiges weiterentwickelt sondern auch exzellent in die Tat umgesetzt. 

Das Raumfahrtprojekt der zukünftigen Elektriker und Mechatroniker fand auch große Aufmerksamkeit durch die lokale Presse sowie durch das Hamburger Abendblatt. Die neue Schweißvorrichtung wird noch in diesem Monat in den Reinräumen der IABG mbH in Ottobrunn bei München getestet werden.

Der Kontakt zur Ausbildungswerkstatt wurde durch unser Mitglied Hubertus Schulte und Mitarbeiter des am Scharnebecker Schiffshebewerk angesiedelten Bauhofs hergestellt. Der Hobbyastronom erzählte seinem Betriebsleiter Frank Offenmüller vom ARCHIMEDES-Projekt und dieser stand der Idee eines etwas anderem Projektes für die Auszubildenden sehr offen gegenüber. Er ermöglichte es, dass die beiden Ausbilder und die Azubis nach den Vorgaben und ersten Entwürfen des Ballon-Teams die im Bild zu sehende Schweißpresse zu entwickeln und zu bauen. Durch die Presse werden genau die Drücke erreicht, um beim Impulsschweißverfahren die besten Ergebnisse zu erreichen. Zwischen den Impulsschienen fließen kurzeitig sehr hohe Ströme. Die dadurch entstehende Wärme und der Druck führen zur Verschweißung der zusammengepressten Upilexfolien.

Das Ballon-Team der MSD verspricht sich von dem Schweißverfahren eine enorme Zeitersparnis beim Ballonbau. Das bisher verwendete Klebeverfahren bei dem die Nähte mit zwei Klebebändern hergestellt werden, ist sehr aufwendig und mit vielen Arbeitsschritten verbunden. Deshalb dauerte die Herstellung eines Ballons für MIRIAM mit zwei Meter Durchmesser bis zu 3 Wochen.

Ein weiterer Vorteil der Schweißnaht ist deren höhere Festigkeit im Vergleich zur Klebenaht. Dies wurde in einer studentischen Forschungsarbeit an der Universität der Bundeswehr in München nachgewiesen. Ob sich dies auch bei einem kompletten Ballon bestätigen wird, werden weitere Tests zeigen.

Wir sind der WSA Uelzen und ihrer Ausbildungswerkstatt in Scharnebeck, den Ausbildern und vorallem den Auszubildenden zu großen Dank verpflichtet und freuen uns auf die weitere Zurammenarbeit bei der Entwicklung und dem Bau der mechanischen Kameraarme für MIRIAM-2. Zu guter Letzt begrüßen wir die Ausbildungswerkstatt auch ganz herzlich als unser neuestes Mitglied.


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