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Japanische Sonde Hayabusa bringt Bodenproben eines Kometen zur Erde
Die japanische interplanetare Sonde Hayabusa hat am 13. Juni Bodenproben von einem die Sonne umkreisenden Kometen zurück zur Erde gebracht! Eine herausragende technologische Leistung, die höchste Anerkennung verdient (http://de.wikipedia.org/wiki/Hayabusa und http://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/13062010135500.shtml).
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Die japanische Raumfahrt wird "traditionell" im Rest der Raumfahrtwelt unterbewertet. Wer weiß schon, dass Japan wie die USA, Russland und Europa raumfahrttechnisch voll autonom und auf dem neusten Stand der Raumfahrttechnik ist? Einschließlich Trägern wie der mit der Ariane 5 vergleichbaren aber technologisch fortschrittlicheren H-II (ursprünglich: H-10) Rakete. Schon der japanische Teil der Internationalen Raumstation ISS, der weit kompletter und technologisch anspruchsvoller ist als zum Beispiel der europäische Anteil an der ISS, findet viel zu wenig Beachtung in der Raumfahrtwelt. Der Erfolg der bereits 2003 gestarteten interplanetaren Sonde Hayabusa ist nun der jüngste Beweis für die Leistungsfähigkeit der japanischen Raumfahrtindustrie.
Die Hayabusa Mission wurde von vielen belächelt, die den Japanern nicht zutrauten, eine solche Mission zustande zu bringen mit einer nur 510 Kg schweren Sonde: Treffen mit einem Kometen, Einschwenken in eine Umlaufbahn um den Kometen, Landung eines Landeteils auf dem Kometen, Entnahme von Bodenproben, Rückkehr des Landeteils zu der den Kometen umkreisenden Sonde, Kopplung mit der Sonde, Rückkehr der Sonde zur Erde, Ablösung und Eintritt einer Landekapsel mit den Bodenproben in die Erdatmosphäre, Abbremsung der Kapsel nach dem Eintritt durch einen Fallschirm, Landung, Bergung der Kapsel. Die Kapsel ist inzwischen bei der japanischen Weltraumorganisation JAXA eingetroffen (http://www.jaxa.jp/press/2010/06/20100618_hayabusa_e.html).
Als ich vor drei Jahren zum ersten Mal etwas über diese Mission hörte, dachte ich zuerst an Science Fiction: diese Sonde benötigt nämlich praktisch alle Einrichtungen und Technologien, die auch für eine bemannte Mission zum Mars erforderlich sind, nur "ein bisschen kleiner". Und das bereits 2003! Allerdings bewiesen von der Sonde zur Erde gesendete Bilder, zum Beispiel von der Erde, das es diese Sonde wirklich gibt.
Bemerkenswert ist auch, dass die Mission trotz zahlreicher Pannen und Ausfälle von Teilen und Funktionen der Sonde gelang. Ein unschätzbarer Erfahrungsschatz für die japanische Raumfahrtindustrie.
Den Antrieb der Sonde im Weltraum besorgten fast ausschließlich Ionentriebwerke. Die haben zwar einen sehr geringen Schub, gehen aber äußerst sparsam mit Treibstoff um, da sie mit Argon Gas und aus Sonnenernergie gewonnenem Strom betrieben werden. Der geringe Schub reicht aus, wenn für eine solche Mission genügend lange Zeiträume vorgesehen werden.
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