Mars Society Deutschland e.V.msdMap

Opportunity entdeckt Endeavour-Krater am Horizont

Bilder NASA/JPL-Caltech/Cornell University
Bilder NASA/JPL-Caltech/Cornell University
Peter Jansen
7.7.2010

Opportunity hat das finale Ziel seiner Reise fest ins Auge seiner Computer-optimierten Kamera gefasst und in bester Bildqualität zur Erde gefunkt. Noch befindet sich der Rand des Endeavour-Kraters rund 11 Kilometer entfernt. Doch inzwischen hat Opportunity einen guten Blick auf die Hügel, die den Kraterrand bilden. Die NASA hat nun die ersten mit so genannter Super-Auflösung (engl. super resolution) entstandenen Bilder veröffentlicht.

Die Bilder sind mit Opportunitys Panorama-Kamera aufgenommen worden. Anschließend wurden mehrere Bilder am Computer übereinander gelegt und zu einem Bild zusammengerechnet. Auf diese Weise ist es möglich, eine Auflösung zu erreichen, die die Auflösung der Einzelbilder erheblich übertrifft.

In der Ferne lassen sich deutlich einzelne Hügelketten erkennen. Diese bestehen aus dem Auswurfmaterial, das bei der Entstehung des Kraters aus dem Kerngebiet herausgeschleudert wurde. Die Hügel tragen Namen wie Cape Byron oder Point Hicks, allesamt Ortsnamen mit großer geschichtlicher Bedeutung, denn sie stammen aus Captain James Cooks berühmter Entdeckungsreise durch die Südsee im Jahr 1768. Immerhin trägt auch der Krater selbst den Namen von Cooks Schiff. Die HMS Endeavour der Royal Navy stand übrigens auch Pate bei der Namensgebung des Space Shuttles Endeavour, aber das ist eine andere Geschichte.

11 Kilometer trennen Opportunity also noch von seinem Ziel. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 180 Metern pro Stunde, kann es noch Monate dauern, bis Endeavour erreicht ist. Zum Vergleich: In den seit der Landung auf dem Mars vergangenen sieben Jahren wurden insgesamt gerade einmal 20 Kilometer zurückgelegt. Doch Endeavour ist ein lohnenswertes Ziel. Es handelt sich nicht nur um den größten und vermutlich tiefsten Krater, den Opportunity bislang besucht hat. Im Jahr 2009 konnten mit Hilfe des Mars Reconnaissance Orbiters Tone am Kraterboden nachgewiesen werden. Tone entstehen nur in intensivem Kontakt mit flüssigem Wasser. Darum folgt Opportunity der Spur des Wassers, fast wie ehedem Captain Cook.

Der hatte seinerzeit nicht mal gebrauchte Computer, geschweige denn so ein High Tech-Gerät wie Opportunity zur Verfügung. Er musste sich mit Instrumenten zufrieden geben, mit denen wir heute nicht mal mehr umgehen können. Und trotzdem waren damals seine Vermessungen um Beispiel des Sankt-Lorenz-Stroms, der neufundländischen Gewässer und Teile der Ostküste Kanadas ausgesprochen präzise.

Quelle(n):
Kommentare
Kommentar schreiben:

Next Generation Projekt

Colegiul National Iasi    
Die neuen Mitglieder der Mars Society Deutschland haben im Rahmen ihres Next Generation Projekts eine englischsprachige Website zu Themen wie Mars und Mars Express fertig gestellt. Das Programm ist eine Zusammenarbeit zwischen der Mars Society Deutschland und dem Colegiul National Iasi und wird vom Mars Express Flight Control Team der ESA unterstützt.

Wir danken Andrei Hodorog für die Erstellung der Internet Seiten!
 
Weltraum-Versand.de
 

Newsletter

Der Newsletter der Mars Society ist in der 21. Ausgabe erschienen. Im neuen Newsletter dreht sich diesmal alles um die MIRIAM-Testkampagne, mit der Ende vergangenen Jahres der Eintritt eines Mars-Ballons im erdnahmen Weltraum über Nord-Schweden getestet wurde. Zu dieser Mission wird es nun eine Fortsetzung geben, genannt MIRIAM 2

Weitere Themen sind das neue Schulprojekt der MSD sowie der Dritte Teil unseres Mars-Paternoster-Berichts. Dr. Georg Bechtold stellt darin eine innovative Möglichkeit vor, den Mars über eine Paternoster-Bahn zu erreichen. Zum Lesen wird der Adobe Reader benötigt.
 

Mars Society International

Mars Society International
 

Jetzt Mitglied werden!

Unterstützen Sie uns bei unseren Projekten und werden Sie Mitglied der Mars Society Deutschland e.V.!