Mars Society Deutschland e.V.

Miriam Service Modul in der schwedischen Tundra wiederentdeckt

MIRIAM Service Modul
Nicolay Kübler
11.6.2010
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Fast zwei Jahre nach MIRIAM (Main Inflated Reentry Into the Atmosphere Mission Test) konnte das Service Modul von einem Hubschrauber aus entdeckt und geborgen werden.

MIRIAM wurde am 22. Oktober 2008 um 14:30 Uhr mit einer zweistufige REXUS 4 Rakete des DLR-MORABA vom ESRANGE Weltraumbahnhof im nordschwedischen Kiruna aus gestartet. Der Start wie auch die Stufentrennung verliefen damals planmäßig. Jedoch wurde die Trennung von MIRIAM vom Experimentenmodul 20 Sekunden zu spät durchgeführt und deshalb kam es bei der Abtrennung des Experimentenmoduls von der zweiten Stufe in einer Höhe von mehr als 150km Höhe  zu einer Kollision mit MIRIAM. Dadurch konnte der geplante Ablauf zur Entfaltung des Ballons nicht richtig ausgeführt werden (wir berichteten siehe REXUS 4 MIRIAM MISSION... & MIRIAM Nachschau...).

Im Oktober 2008 konnten nur das Service Modul der REXUS-4-Rakete samt MIRIAM Kamera Modul mit hervorragenden Bilddaten geborgen werden. Die Stelle an denen der Ballon, sowie das MIRIAM Service Modul niedergegangen sind, konnten zwar mit Hilfe der Baken-Signale relativ genau geortet werden, allerdings musste die Suche am 22. Oktober wegen der anbrechenden Dunkelheit erfolglos abgebrochen werden.
Am Tag danach blieb die erneute Suche mittels Hubschrauber erneut erfolglos, da vermutlich die Batterien, die die Baken mit elektrischer Energie speisen, die Kälte der Nacht nicht überstanden hatten. Wie wir hier berichteten Internationaler Wildnisführer Verband e.V. ruft zur Suche nach verschollenen MIRIAM- Teilen in Nordschweden auf!
bekamen wir Hilfe von ungewöhnlicher Stelle.

Jetzt hat die Crew eines Esrange-Hubschraubers bei einem Überflug der "impact area" das fehlende Service Modul vom MIRIAM entdeckt und geborgen. Für die Mars Society Deutschland e.V. und das ARCHIMEDES Projekt ist das Auffinden des verschollenen Service Moduls ein wahrer Glücksfall. Jetzt können wir weitergehende Analysen durchführen mit denen sich zum einen der Weltraumtest noch besser rekonstruieren läßt und zum anderen durch mit  der Untersuchung der Hardware das zukünftige Design verbessern.

Noch glücklicher wären wir natürlich, wenn die Ballonhülle und der daran befestigte Instrumentenpod auch noch entdeckt würden.

Deshalb wünschen wir den Mitgliedern des Internationalen Wildnisführer Verbands e.V., nicht ganz uneigennützig, weiterhin viel Glück bei der Suche und bedanken uns schon mal im Voraus für diese Vereinsübergreifende Unterstützung!

 

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