Konzept und Konstruktion

Das derzeitige ARCHIMEDES Konstruktionskonzept beruht auf einem Mitflug zum Mars an Bord des P5-A Satelliten der AMSAT. Diese Möglichkeit eröffnete sich 2003, da die AMSAT damals plante, einen Satelliten zum Mars zu schicken, der von ihrem erfolgreichen Erdtrabanten P3-D abgeleitet werden sollt, eben der P5-A.

Die geplante Konfiguration des P5-A ermöglichte eine für ARCHIMEDES technisch vorteilhafte Ausnutzung von bestehenden Ressourcen des P5-A, die garnicht oder nur gering die Konstruktion des P5-A beeinflussen. Diese Konfiguration von ARCHIMEDES ist im Einzelnen im Kapitel  „Konstruktion von ARCHIMEDES als P5-A Passagier“ dargestellt.

Grundsätzliche Änderungen an der hier dargestellten Konstruktion von ARCHIMEDES wären bei einem Mitflug mit einem anderen Marssatelliten jedoch nicht erforderlich, wie an anderer Stelle ausgeführt wird. Der hier vorgestellt Entwurf von ARCHIMEDES als P5-A Passagier behält also seine Gültigkeit soweit es die wirklich innovativen Konstruktionsmerkmale von ARCHIMEDES betrifft: den Ballon mit seinem Geräteträger und das System für Verstauung, Entfaltung. Aufblasen und Freisetzen des Ballons im Weltraum.

Die bei einem anderen „Transportmittel“ zum Mars erforderlichen Änderungen zu dem hier beschriebenen ARCHIMEDES Entwurf, wie zum Beispiel ein zusätzliches Antriebssystem für den Abstieg in eine Marseintrittsbahn und die Unterbringung des Aufblassystems, stellen keine besonders schwierigen neuen konstruktiven Herausforderungen dar, da die wirklich innovativen Teile von ARCHIMEDES, nämlich der Ballon mit seinem Geräteträger und die Systeme für Verstauung, Entfaltung, Aufblasen und Freisetzen des Ballons weitgehend unverändert bleiben könnten.