Neue Erkenntnisse während der 16. MarsSociety Konferenz in Boulder, USA

Die 16. Ausgabe der Internationalen Mars Society Konferenz fand dieses Jahr in Boulder, Colorado, statt. Wiederum gab es es insgesamt 51 Vorträge, davon alleine 26 einstündige Plenums-Refereate von hochrangigen Referenten zu allen nur denkbaren aktuellen Themen mit Bezug zu Marsforschung, Technolgien, unbemannten und bemannten Marsmissionen und zum Stand des in Entwicklung befindlichen NASA Programms Orion und zu der geplanten Asteroidenmission.

Die Konferenz wurde wie üblich von ihrem Präsidenten Dr. Robert Zubrin eröffnet, der wie immer für sein „Mars Direkt“ Konzept einer bemannten Mission zum Mars innerhalb von 12 Jahren plädierte unter Benutzung weitgehend vorhandener Technologies anstelle des von NASA verfolgten Programms eines mehrere Jahrzehnten erfordernden Entwicklugsprogramms mit umfangreichen Neuentwicklungen.

Einige besonders interessante Plenums-Vorträge sollen hier nur kurz erwähnt werden. Es werden noch ausführlichere Beschreibungen folgen:

 

Dr. James Reuther vom NASA Technology Mission Directorate berichtete über NASA Technologieprogramme und stellte den Gewinn von Raumfahrttechnologie Programmen für die zivile Forschung in den Vordergrund.

John Brophy vom JPL in Pasadena stellte die verschiedenen Entwicklungsoptionen für elektrische Antriebe vor, die zum Teil schon im Einsatz sind, aber bisher nur mit geringer Schubkraft.

Für das von der NASA geplante Asteroidenprogramm wird eine sehr viel schubkräftigere Version benötigt, die etwa 100 KW elektrische Energieversorgung benötigt.

Dennis Tito stellte sein „Inspiration Mars“ Programm vor. Dabei handelt es sich um eine 5-monatige Marsumrundung mit einem Raumfahrzeug mit zwei Personen an Bord. Diese Mission wird von der Mars Society unterstützt, da man sich von solch einer Mission eine starke Öffentlichkeitswirksamkeit verspricht und eine „Initialzündung“ für spätere bemannte Missionen zur Erforschung des Mars oder sogar zur Besiedlung des Mars.

Für die Inspiration Mars Mission ist die Beteiligung der NASA erforderlich, das Ames Research Center hat Interesse gezeigt.  Ein Träger wie das von NASA entwickelte Space Launch System oder eine Falcon 9 Heavy würden für eine bemannte Marsumrundungsmission ausreichen.

Mark Geyer, der NASA Projektleiter für das ORION Programm, stellte detailliert nicht nur das ORION Programm sondern auch das gesamte Space Launch System der NASA vor, das sich in der Entwicklung befindet mit einem ersten Start eines Schwerlastträgers in 2020. Der Schwerpunkt liegt zur Zeit auf der Entwicklung der bemannten Kapsel ORION mit einem wichtigen Test des Systems bereits 2016. Damit soll eine Entwicklungsfortschritt demonstriert werden, der eine etwaige Einstellung dieses für die bemannte Mond- und Marserkundung so wichtigen Programms erschweren würde. Wie man weiss, steht die NASA ständig unter Druck bezüglich ihres Budgets.

Zurück

11

Schreiben Sie ein Kommentar